Barbaras Heidelbeerplätzchen - vegane Spitzbuben mit Heidelbeergelee
Heute stelle ich euch mit “Barbaras Heidelbeerplätzchen” das letzte Plätzchenrezept dieser Saison vor. Diese neue Kreation entstand durch Zufall und ich bin richtig froh, dass ich blogge, sonst hätte ich mir die Zusammenstellung sicher nicht aufgeschrieben.
Aber nun kann ich diese herrlichen Plätzchen jedes Jahr backen.
Eigentlich war ich wild entschlossen Burgenländer zu veganisieren. Leider hatte ich keine Mandeln im Haus. Na gut, mach ich sie eben mit Haselnüssen. Da mein Mürbteig für die Linzertorte so super geworden ist, nahm ich dieses Rezept als Grundlage für mein „Werk“ ;-) Die Menge sollte passen, so dachte ich. Letztlich war mir das aber doch zu viel Teig, also habe ich zur Hälfte Blümchen gemacht und wollte den Rest als Herzchen und Sternchen dann mit Heidelbeermarmelade füllen.

Als ich die herrlich duftenden Plätzchen aus dem Ofen holte fiel mir auf, dass ich vollkommen ohne Hirn, dafür mit viel Begeisterung ;-) bei der Arbeit war. Burgenländer werden vor dem Backen mit Baiser betupft, nicht danach. Ich Depp!
So kam es, dass ich euch nun diese Heidelbeer-Spitzbuben vorstelle. Sie zergehen auf der Zunge und werden auf alle Fälle nächstes Jahr noch mal gebacken.

Übrigens, wer es noch nicht gesehen hat, ich war dann noch mal einkaufen und habe dann die Burgenländer mit Mandeln und vor allem in der richtigen Reihenfolge zubereitet! Ende gut – alles gut … und lecker! :-)

Barbaras Heidelbeerplätzchen

Zutaten für Barbaras Heidelbeerplätzchen

150 g Weizenmehl 405
100 g Zucker
2 EL Vanillezucker selbst gemacht
150 g Haselnüsse gemahlen
½ TL Zimt
1 Msp. Backpulver
1 Prise Salz
150 g vegane Butter*
2 EL Rum
1 Abrieb von einer Bio-Zitrone
Heidelbeergelee oder Heidelbeermarmelade (ohne ganze Früchte und mit wenig Zuckeranteil)

1 Hd. voll Blaubeeren TK
ca. 100 g Puderzucker

Barbaras Heidelbeerplätzchen - vegane Spitzbuben mit Heidelbeergelee

Barbaras Heidelbeerplätzchen

Die trockenen Zutaten: Mehl, Zucker, selbstgemachter Vanillezucker, gemahlene Haselnüsse, Zimt, Backpulver und das Salz gut miteinander vermischen.
Die Zitrone waschen, gut trocken tupfen und die Schale abreiben. Nun die kalte Margarine in kleine Flöckchen schneiden und zusammen mit dem Rum und dem Zitronenabrieb zugeben und mit den Fingerspitzen alle Zutaten „zerbröseln“. Anschließend auf einer Backunterlage kurz durchkneten. Mürbteig darf man nicht zu lange kneten, sonst wird er brandig!

Danach formt ihr einen ca. 2 cm hohen Fladen und wickelt ihn in Frischhaltefolie ein. Das Stück Folie sollte schon so groß sein, dass ihr es später auch noch zum Ausrollen verwenden könnt, das spart Plastik!

Der Teig muss nun ca. 1 ½ Stunden im Kühlschrank ruhen. Ihr könnt ihn auch problemlos über Nacht ruhen lassen und am nächsten Tag verarbeiten.

Öffnet nun die Folie, lasst sie aber dran und legt den Teig auf eine bemehlte Backunterlage. Also Teig unten, Folie oben ;-)
Nun mit einem Nudelholz dünn ausrollen.
Anschließend stecht ihr die Plätzchen aus. Von jeder Form muss es immer eine gerade Anzahl sein, damit ihr für jedes einen Deckel habt.
Wer mag, sticht noch in jedes zweite in der Mitte ein rundes Loch.
Die Plätzchen werden auf mit Backpapier ausgelegte Bleche gesetzt und im vorgeheizten Backofen, bei 160°C / Umluft ca. 14 Minuten gebacken.

Gebt sie im Anschluss auf Kuchengitter zum Abkühlen und befüllt sie dann mit Heidelbeergelee, dass ihr vorher leicht erwärmt und glattgerührt habt. Seid vorsichtig beim Zusammendrücken, damit sie nicht brechen!

Für die Glasur lasst ihr eine Handvoll TK-Heidelbeeren auftauen. Drückt sie noch etwas mit einem Kaffeelöffel aus, sodass noch mehr Saft austritt. Den gebt ihr nach und nach zu ca. 80 g gesiebtem Puderzucker und rührt euch so eure Heidelbeerglasur an (nicht zu dünnflüssig werden lassen, sonst deckt sie nicht schön!).

Den restlichen Puderzucker rührt ihr mit wenig (!) Wasser an und füllt ihn am besten in eine 5 ml Einwegspritze. Die bekommt ihr für ein paar Cent in der Apotheke.

Barbaras Heidelbeerplätzchen werden nun auf der Oberseite zur Hälfte glasiert, dann tropft man vorsichtig weiße Tupfen auf die Plätzchen ohne Loch und zieht mit einem Zahnstocher durch, sodass die Herzchen entstehen. Macht immer maximal 5 Plätzchen auf einmal, sonst wird die Glasur fest und das mit den Herzchen funktioniert nicht mehr.
Wenn die Glasur schon fest geworden ist, wird die andere Hälfte noch mit Puderzucker beschneit. Ist dabei zu viel Puderzucker auf der Glasur gelandet, kann man die gut mit einem weichen Kosmetiktuch vorsichtig abwischen.

So, das wars ihr Lieben – Ende der Weihnachtsbäckerei 2018!
Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und Kommentare, und hoffe ihr habt viel Freude an meinen Rezepten!


Tipp:

Die übrigen Heidelbeeren und falls noch Glasur übrigbleibt, könnt ihr wunderbar für ein Smoothie verwenden oder einfach nur mit Mandelmilch mixen.


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